Obwohl es auch heuer einige Überraschungen im Turnierverlauf gab, kamen mit Tom Gmachl und Peter Gruber die Nummern 1 + 2 der Setzliste in das große Finale. Bis zum Halbfinale waren beide sehr knausrig mit Games für die Gegner (Tom 1 Verlustgame, Peter 2 Verlustgames), doch dann wurde es enger. Tom bekam es mit dem fast 30 Jahre jüngeren Alex Höller zu tun, der allerdings zu wenige von seinen Vorhand-Winnern abfeuern konnte und der Routine von unserem Sektionsleiter schlussendlich (noch) nicht gewachsen war und mit 3:6, 4:6 das Nachsehen hatte. Im zweiten Halbfinale bekam es Peter mit unserem Ex-Triathlon-Profi Norbert Langbrandtner zu tun, der bis zum 4:3 ein Offensiv-Spektakel abfeuerte, dann aber immer mehr Fehler einstreute, während Peter nur abwartete und verteidigte und so kein Game mehr abgab.
Tom brachte die Erfahrung von 5 Bundesliga-Partien der erfolgreichen 55er (Klassenerhalt gesichert) mit ins Spiel, wo er es auf Position 2 immer mit extrem starken Gegnern zu tun bekam. Peter spielte "nur" in Salzburg, aber in der 45er-Landesliga-A waren die Gegner auf 1+2 auch nicht schwächer. Die Partie fand nicht zum ersten Mal statt, im Vorjahr konnte sich Peter im Halbfinale durchsetzen. Die gegenseiten Stärken und Schwächen waren somit bekannt: Tom kann als Tennislehrer jeden Schlag, verfügt über eine sehr starke Tennis-Kondition und große Spielintelligenz. Peter hätte schon auch schnelle Schläge, verzichtet aber meistens auf diese, um stattdessen einfach alle Angriffsschläge zurückzuspielen und auf die Fehler des Gegners zu warten, die normalerweise mit Fortdauer des Spiels häufiger werden, weil er fast immer konditionell stärker als der Gegner ist.
Wenig überraschend kam es dann auch genau so; Tom wusste, dass er angreifen muss und Winner schlagen muss, damit das Spiel nicht zu lange wird und Peter wusste, dass er einfach versuchen musste, alles zu erlaufen, die Ballwechsel lange zu halten, damit irgendwann der Konditionsvorteil zum Tragen kommt.
Im ersten Satz unterliefen Tom zu Beginn etwas zu viele Fehler und bald hieß es aus seiner Sicht 1:5. Dann fand er aber ins Spiel, verkürzte auf 3:5, bevor Peter den Satz mit 6:3 für sich entscheiden konnte. Nach einem 20 Minuten Monster Game zum 2:1 bekam Tom dann immer mehr Selbstvertrauen, während Peter Länge verlor und sehr schnell stand es 4:1. Prompt kam aber die Antwort des Viehhofeners; die Schläge wurden wieder länger, das 1:4 wurde aufgeholt, die fast 10 Jahre Altersunterschied und der Konditionsvorteil kamen zum Tragen und die nächsten Games gingen an Peter, der sich schlussendlich mit 6:3 6:4 seinen zweiten Maishofener Einzel-Titel sichern konnte.
Bereits vor dem großen Finale wurde das B-Finale ausgetragen. Hier waren die Ballwechsel deutlich schneller, aber dafür auch deutlich kürzer. Es setzte sich Andi Neumayer mit 6:1 6:3 gegen Hannes Millinger durch. Das B-Turnier war heuer sehr stark besetzt, es gab etliche spannende Spiele und hochwertiges Tennis.
Generell waren es 2 sehr schöne Wochen, denn jeden Abend trafen sich etliche Spieler und Zuschauer am Platz, um zuerst zu spielen / zuzuschauen und dann das ganze ordentlich nachzubesprechen. Das Turnier war somit ein voller Erfolg für die Sektion Tennis, einziger kleiner Wermutstropfen ist/war die Tatsache, dass das Damen-Turnier nicht ordentlich ins Laufen kam (Anmeldungen, Urlaub), weshalb wir noch keine Klubmeisterin 2025 haben. Dafür gab es aber 2 Nachwuchs-Bewerbe. Bei den jüngeren konnte sich Lisa Herzog den Titel sichern, bei den älteren Manuel Langreiter.
Alle Titelträger, Finalisten und auch fast alle Mitspieler und Zuschauer feierten dann aber trotz recht gemäßigter Temperaturen noch "ein bisschen" in und vor der Kantine, Nadine und ihr Assisten Christoph sorgten für die Grillerei und Celine sorgte dafür, dass niemand verdursten musste.
Die Tennis-Saison ist aber noch nicht aus. Gespielt wird noch bis mindestens Oktober und im September stehen sogar noch ein paar Meisterschaftspartien bei den 35ern an. Gespielt wird immer Samstag vormittags ab 10:00 Uhr.